Severin CP 3536 Citruspresse

Die Severin CP 3536 ist in unserem Zitruspressen Test die günstigste Presse. Für etwa 16 Euro konnten wir das von uns getestete Modell erwerben. Was man für so wenig Geld erwarten kann, soll dieser Testbericht klären.

Ausstattung und Verarbeitung

In Punkto Ausstattung kann die CP 3536 auf jeden Fall überzeugen. Geliefert wird die günstige Zitruspresse mit folgender Ausstattung:

  • zwei Presskegel in unterschiedlichen Größen
  • automatischer Rechts / Links Lauf
  • 750 ml großer Auffangbehälter
  • sehr gute manuelle Kabelaufwicklung

Mit dieser Ausstattung liegt die Severin Zitruspresse teilweise auf dem Niveau teurerer Markenpressen. So besitzen z.B. nur noch die Zitruspressen von Russel Hobbs und WMF zwei unterschiedlich große Presskegel.

Betrachtet man allerdings die Material- und Verarbeitungsqualität der Severin CP 3536 so kommen einige Unterschiede zu den anderen getesteten Geräten zu Tage. Die Severin Zitruspresse wirkt insgesamt recht wackelig und klapprig. Der transparente Deckel sitzt nicht wirklich gut und der Auffangbehälter rastet nicht satt auf dem Motorblock ein. Natürlich sind auch die anderen getesteten Zitruspressen keine Überflieger in Punkto Materialqualität, aber die Severin liegt unter dem Mittelfeld der anderen Geräte.

Bilder der Severin CP 3536 Citruspresse

Bedienung und Handhabung

Saft- und Zitruspressen sind von Natur aus sehr einfach zu bedienende Küchengeräte. Die Severin CP 3536 bildet hiervon keine Ausnahme. Nachdem die Zitruspresse zusammengebaut und mit dem Stromnetz verbunden wurde, ist sie auch schon Einsatzbereit.

Wird eine halbierte Zitrusfrucht auf den Presskegel gedrückt rotiert die Presse automatisch. Wird der Druck wieder weggenommen, stoppt die Maschine. Bei einem erneuten Starten wechselt die Severin CP 3536 meistens, allerdings nicht immer, die Drehrichtung.

Leider macht die Betriebsanleitung keine Angabe zur Spülmaschinentauglichkeit der abnehmbaren Kunststoffteile. Es wird nur empfohlen die „abnehmbaren Zubehörteile in warmen Wasser unter Zusatz eines handelsüblichen Spülmittels“ zu reinigen.

Zu kritisieren ist auch das zu kurze Netzkabel. Je nachdem, wie weit die nächste Steckdose von der Arbeitsplatte entfernt ist, können 84 Zentimetern zu kurz sein.

Positiv hervorzuheben ist die Kabelaufwicklung der Severin CP 3536, die zu den besten im Test gehört. Der Clou ist nämlich, dass nicht nur das Kabel aufgewickelt wird, sondern auch der Stecker in einer Halterung platzsparend einrastet (siehe Bilder). Bei den anderen Zitruspressen im Test, wird der Stecker nicht fixiert, so dass er beim Wegräumen im Weg steht, oder sich das Kabel wieder von der Kabelhalterung abrollt.

Leistung

In Punkto Saftausbeute liegt die Severin etwas unter dem Durchschnittswert aller getesteten Zitruspressen. Aus genau einem Kilo Orangen presste die günstige Zitruspresse 534 Gramm Saft, was 53,4% entspricht. Der Durchschnitt aller Maschinen lag knapp über 54%.

Konnte die Saftausbeute noch überzeugen, gibt es deutlich Negatives von der Druckempfindlichkeit der Maschine zu berichten. Sobald etwas mehr Druck auf den Presskegel ausgeübt wird, verweigert der Motor die Drehbewegung. In unserem Test reagierte die Severin deutlich empfindlicher auf Druck als andere Zitruspressen. Das Auspressen wird dadurch zu einem Geduldsspiel.

Weitere Punktabzüge gibt es bei der Lautstärke der kleinen Zitruspresse. Diese liegt eher auf einem hohen Niveau.

Eine Angabe zur zur maximalen Betriebszeit findet man in der Bedienungsanleitung nicht, sondern nur den Hinweis, dass die Zitruspresse im Haushalt oder ähnlichen Anwendungen verwendet werden soll.

Fazit

Für wenig Geld, bekommt man mit der der Severin CP 3536 eine gut ausgestattete Zitruspresse, bei der man ein paar Abstriche in Punkto Material und Verarbeitung hinnehmen muss. Auch beim Thema Auspressen konnte unser Testmodell, aufgrund der Druckempfindlichkeit, leider nicht voll überzeugen.